Entstehung

DTKV-Präsident Manfred Schmoigl über die

Entstehung des Deutschen Traditionellen Karateverbands (DTKV)

Hintergründe und Zusammenhänge

Als Mitbegründer des DTKV im Jahre 1991 möchte ich im folgenden den Werdegang des DTKV aus meiner Sicht erläutern.

Ich begann 1969 unter Hideo Ochi im DKB (Deutscher Karate Bund) zu trainieren. Nachdem der DKB 1976 Teil des Sportkarate (DKV) wurde und sich der WUKO/ jetzt WKF angliederte, entschloss ich mich, den DKB zu verlassen, da ich dort keine sportliche Perspektive sah und das Karate sich zu sehr vom traditionellen Weg entfernte.

So fand ich 1980 im Shotokan Karate International (S.K.I.) unter der Führung von Großmeister Hirokazu Kanazawa eine neue, hoffnungsvolle Heimat.

Bis 1990 waren wir im S.K.I.- Deutschland. Weil es uns von den verantwortlichen japanischen Trainern verwehrt war, Aktivitäten jeder Art in anderen Verbänden zu besuchen, kehrten wir dem S.K.I.- D. erneut den Rücken und suchten nach einem neuen Weg für uns.

Anfang 1991 hatten wir das Glück, Sensei Nishiyama bei einem Lehrgang in Europa kennen zu lernen. Nach diesem Seminar waren wir uns sicher, dass dies traditionelles Karate nach unseren Vorstellungen war. Im selben Jahr gründeten wir den DTKV.

Der DTKV bietet jedem Traditionalisten die Möglichkeit, seinen Sport so zu betreiben und zu fördern, wie dies vor dem Beitritt zur WUKO der Fall war.      Der DTKV sieht sich weder als Konkurrenzverband zum DKV, noch als neuer Splitterverband, sondern als Interessensgruppierung für Karatekas aller traditioneller Stilrichtungen.

Der DTKV (Deutsche Traditionelle Karateverband) ist der einzig anerkannte Fachverband für traditionelles Karate in Deutschland unter dem Dach der ETKF (European Traditional Karate Federation), sowie der ITKF (International Traditional Karate Federation).
Die ITKF/ETKF verbündet in Europa mehrere japanische Großmeister wie Sensei Hiroshi Shirai, Masao Kawasoe, Takeshi Naito usw., mit denen der DTKV seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet.

Der DTKV sieht es als oberste Pflicht an, das traditionelle Karate im Sinne von Sensei Nishiyama zu fördern und gibt sich dabei äußerst verbandoffen und kooperativ mit allen bestehenden Karatevereinigungen.